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TOUR-TAGEBUCH

Vorwort

Auf den folgenden Seiten findet ihr kurze Beiträge über die Highlights der CRUIZZEN-Konzerte, was so alles schief ging, wer am meisten Spaß hatte und wer am besten abgerockt hat. Kurz - die besten Geschichten unseres Lebens "On The Road"!

Dieses Tour-Tagebuch wird alleine von unserem Gitarristen Mike geführt und spiegelt daher seine ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen wieder, - wie das eben bei einem „Tagebuch“ so üblich ist. Wir veröffentlichen diese oft sehr persönlichen Gedanken und Beobachtungen vollkommen unzensiert, um euch die Möglichkeit eines Blicks „hinter die Kulissen“ unserer Band zu geben und direkt und unverfälscht mitzuerleben, was es heißt in unserer heutigen Zeit als Rockmusiker durch die Lande zu ziehen.

Damit ihr die nachfolgenden Einträge vielleicht besser verstehen und euch so richtig „einfühlen“ könnt, findet ihr unter dem nachfolgenden Link noch ein paar Hintergrund-Informationen zu unserem Autor, zusätzlich zu seinem Band-Profil:

 Download der Kurzbiographie von Michael "Mike" Hennig"

Samstag, 31.01.2015 – Erster Auftritt von CRUIZZEN im SALUTE Musikclub

Nachdem sich die Aufregung um den Release des neuen CRUIZZEN-Albums FREE RIDE, das am 5. Dezember 2014 „das Licht der Welt erblickte“ etwas gelegt hatte, konzentrierte sich die Band voll auf den ersten Auftritt im SALUTE. Es war geplant, diesen Auftritt auf Video aufzuzeichnen, daher wollte jeder sein Bestes geben und so wurde geprobt, so oft es möglich war. Der 31.01.2015 brach an und mit ihm das schlechte Wetter, das uns besonders beim Ein- und Ausladen des Equipments zu schaffen machte. Besonders freuten wir uns über den warmherzigen Empfang im SALUTE. Der Wirt hatte extra für unseren Backstage-Bereich ein KFZ-Schild mit dem Bandnamen CRUIZZEN anfertigen lassen, damit jeder gleich weiß, wer hinter dieser Tür residiert. Nachdem gegen Abend das Wetter nicht nur nass, sondern auch noch eisig kalt wurde, hatten wir schon Sorge, ob sich da überhaupt jemand aus dem Haus wagt. Mit fortschreitender Zeit stieg auch ständig unser Adrenalinpegel. Erleichtert stellten wir fest, dass kurz vor Konzertbeginn der Saal doch sehr gut gefüllt war und offensichtlich das Wetter echten CRUIZZEN-Fans nichts anhaben kann.

Nachdem die ersten zwei bis drei Songs gespielt waren, der Tontechniker die PA und die Monitore eingepegelt hatte, wich die Nervosität der reinen Spielfreude. Im Adrenalinrausch gab jeder von uns seine 110% und auch zum Publikum sprang der Funke über. Mit jedem Song wurde die Stimmung gelöster, so dass in der zweiten Hälfte des über zweistündigen Konzerts richtig gute Partylaune herrschte.

Abgekämpft, aber überglücklich über den gelungenen Konzertstart mischten wir uns nach dem Konzert unter unsere Fans, um mit ihnen etwas zu „fachsimpeln“. Mit müden Knochen und letzter Kraft verstauten wir unsere Instrumente und Verstärker wieder in den Autos und trennten uns, um nach Hause zu fahren, - überglücklich über ein gelungenes Konzert und hungrig auf das nächste!

Samstag, 11.04.2015 – CRUIZZEN bei den MC Desperados

An diesem Tag absolvierte CRUIZZEN einen Auftritt der besonderen Art in „geschlossener Gesellschaft“. Gefeiert wurden mehrere Geburtstage von Club-Kollegen unseres Captain, der mit seiner Harley bei dem Motorradclub MC Desperados, Neustadt mitfährt. Unser Equipment bauten wir mitten im Publikum auf, da die kleine Bühne komplett von unserem Drummer „als Drum-Podest“ gebraucht wurde. Aber gerade diese Nähe zum Publikum machte die Sache spannend und sorgte letztendlich für eine sagenhafte Stimmung im Clubhaus der Desperados. Besonders bedanken möchten wir uns auch für das herzliche „Willkommen“ und die tolle Verpflegung. Insgesamt gesehen hatten wir einen tollen Abend unter Freunden und kommen gerne irgendwann wieder, wenn jemand von den Desperados Geburtstag feiern will. :-)

Samstag 19.09.2015 – CRUIZZEN in Tschechien

Als ich am Samstagmorgen aus dem Fenster sah, begrüßte mich ein grau verhangener Himmel und es sah nach Regen aus. Na toll – und wir spielen heute ein „Open Air“ in Tschechien, dachte ich so bei mir. So gegen 9:30 Uhr kamen dann die Bandkollegen und gemeinsam beluden wir den Transporter, den unser Bassist Markus von seinem Brötchengeber organisiert hat, mit unserem Equipment. Es war noch relativ früh am Tag, da ja bereits um 13:00 Uhr Showtime geplant war, und entsprechend müde und träge waren unsere Knochen. So gegen 10:00 Uhr starteten wir in Richtung Belá nad Radbuzou in CZ. Je näher wir an Tschechien kamen, desto besser wurden das Wetter und unsere Laune. Dort angekommen, schien die Sonne am wolkenlosen Himmel und es war angenehm warm. Der gesamte Ort war in Aufruhr und ein großes Volksfest. Nachdem wir ausgestiegen waren und uns beim Veranstalter „angemeldet“ hatten, zeigte der uns als erstes, wo die Verpflegung lagert: Ein ausgedehntes Buffet mit allen Köstlichkeiten, die Tschechien zu bieten hat, aufgebaut im Ratssaal des örtlichen Rathauses. Als wir den Saal betraten, hielt sich dort gerade der Bürgermeister mit seinem Gefolge auf. Dieser begrüßte uns mit Handschlag und stellte uns in einwandfreiem Tschechisch (ich verstand kein Wort) seine ganzen Mitarbeiter vor, gefolgt mit einer ausladenden Bewegung seines Armes, die wohl bedeuten sollte, dass wir uns am Buffet gütlich tun sollten. Nach unserem Auftritt war da nicht mehr viel übrig …

Das Konzert verlief ohne Probleme. Leider mussten wir direkt im Anschluss abbauen, weil schon wieder die nächste Band auf die Bühne wollte. Nachdem wir unsere Backline wieder sicher im Transporter verstaut hatten, mischten wir uns unter das Publikum, oder besser, wurden vom Publikum untergemischt. Persönlich lud man mich zu diversen „Kurzen“ ein und ein vorsichtiges „das reicht dann“ von meiner Seite wurde einfach ignoriert und schon stand wieder ein neues Glas da. Den Hinweis, dass wir ja noch fahren müssen, wehrte man mit der Bemerkung ab, dass ich ja gerne bei meinen Gastgebern in Tschechien übernachten könne. Er hätte das schon mit seiner Frau geklärt … - Ein wirklich gastfreundliches Land, wo ich gerne wieder für ein Konzert hinfahre!

Freitag, 18.12.2015 – CRUIZZEN mit OHRENFEINDT im VAZ Burglengenfeld

Endlich war er da, der lang vorbereitete Gig mit OHRENFEINDT. Einen Tag vor meinem Geburtstag! Folglich packte ich neben der Gitarrenanlage auch noch einen guten, kanadischen Whiskey, ein paar Plastikbecher und ein paar Flaschen Cola mit ein, damit wir nach dem Gig in meinen Geburtstag „hineinfeiern“ konnten. Einen Chauffeur hatte ich für heute auch organisiert. Robert „Rob“ Hiemer, ein Freund und Bandchef der Southern Rock Junkies, erklärte sich freundlicherweise bereit, mich mit seinem Auto nach Burglengenfeld zu fahren und mir beim Aufbau und Abbau der Gitarrenanlage zu helfen. Das Wetter war regnerisch und kalt. Als wir im VAZ Burglengenfeld ankamen, wurden wir von der Technik-Crew von OHRENFEINDT begrüßt. Die Bühne stand größtenteils bereits, so dass wir um ca. 17:00 Uhr direkt mit dem Aufbau unserer Backline beginnen konnten. Nachdem ich mit dem Tontechniker unseren „Technical Rider“ und das Intro besprochen hatte, baute auch ich meine Gitarrenanlage mit Robs tatkräftiger Unterstützung auf. Es war schon beeindruckend, was OHRENFEINDT da an Technik hat auffahren lassen. Neben einem großen 48-Kanal Ton-Mischpult waren in einem abgetrennten Bereich in der Saalmitte noch zwei große Lichtsteuerungspulte aufgebaut, um die zahlreichen Scheinwerfer auf der Bühne effektvoll in Szene zu setzen. Vor der Bühne lagen mindestens vier große 18“ Subwoofer über die gesamte Bühnenbreite und links und rechts an den Seiten waren die Mittel-/Hochton-Lautsprecher als Array von der Decke abgehängt. Der Soundcheck bestätigte dann den optischen Eindruck: Ein PA-System der Spitzenklasse mit mehr als genügend „Power unter der Haube“.

Als das Konzert begann und wir nach unserem Start-Ritual die Bühne betraten, - energie- und adrenalingeladen, - stand das Publikum schon dicht an dicht an der Bühnenabsperrung. Durch meinen Kopf jagte noch der Gedanke „Die warten alle nur auf OHRENFEINDT, – was die wohl von unserer Musik halten? – Hoffentlich klappt das mit unserem neuen Sänger …“ und dann ging es auch schon los. Markus Enderlein, unser neuer Frontmann hatte gerade mal vier Wochen Zeit, um die Songs für eine Stunde Programm einzustudieren, aber alles klappte hervorragend! Bereits nach dem dritten Song hatte Markus das Publikum in seinen Bann gezogen und lieferte eine Show der Extraklasse, wie auch der Rest der Band. Das professionelle und technisch perfekte Umfeld, die explosive Energie der Band und ein tolles, mitarbeitendes Publikum machten dieses Konzert zu einer meiner schönsten Erinnerungen als Musiker. Als das Publikum, das ja eigentlich gekommen war um OHRENFEINDT zu hören, nach unserer Show lautstark „Zugabe“ forderte, wusste ich, dass wir es geschafft hatten.

Nach dem Konzert schafften wir unsere Backline in Windeseile von der Bühne und mischten uns unter das Publikum, um hier und da den einen oder anderen Kommentar aufzuschnappen, die alle durchwegs positiv waren. Persönlich habe ich mich mit Tiho und Sali, seiner Freundin, unterhalten, die uns freundlicherweise die Bilder zu dieser Show zur Verfügung gestellt haben und an diesem Abend auch zu CRUIZZEN-Fans mutierten. Tiho war so begeistert, dass er sich gleich unser neues Album zugelegt hat, um auch zuhause nicht auf den CRUIZZEN-Sound verzichten zu müssen. Noch während OHRENFEINDT mit den letzten Songs auf der Bühne stand, verfrachteten wir unser Equipment in die Autos und fuhren ausgepowert, aber überglücklich und zufrieden Richtung Heimat. Dort angekommen, überreichte mir Rob zum krönenden Abschluss noch ein Geburtstagsgeschenk – das neue Doppel-Album meiner Lieblingsband Deep Purple „From The Setting Sun“ „To The Rising Sun“ mit zwei Live-Konzerten in Wacken und Tokyo und einer der schönsten Tage meines Lebens neigte sich dem Ende zu.

Donnerstag, 07.01.2016 – CRUIZZEN mit VICTORY im Backstage, München

Weihnachten und Silvester waren gerade überstanden, da durften wir uns auch schon auf ein Konzert zusammen mit der Gruppe VICTORY im Münchener Backstage freuen. Meine Gitarrenanlage hatte ich schon am Vortag mit unserem Drummer Rene in meinem uralten BMW verstaut. Nur noch die Gitarren auf dem Rücksitz verstaut und los ging es in Richtung München. Dank meinem Navi kam ich auch ohne Probleme im Backstage an, wo mich schon unsere Band erwartete. Gemeinsam luden wir das Equipment aus und stellten es erstmal an die Seite der Bühne, da VICTORY gerade Soundcheck machte. Für VICTORY, eine bekannte Band aus den 80ern, war dies der Tour-Auftakt ihrer Come-Back-Tour. Ein Blick auf die Bühne lies in uns allen die gleiche Frage aufkommen: „Wie sollen wir da mit unserem Equipment draufpassen???“ – In einer logistischen Meisterleistung schafften wir es dann doch und ich hatte sogar noch ca. 50 x 50 cm, wo ich stehen konnte, nur bewegen oder gar laufen war überhaupt nicht drin. Unser Soundcheck verlief ebenfalls katastrophal, so dass meine Laune etwas gedrückt war. Gerade heute, wo die Chefin unserer Booking-Agentur ihren Besuch angekündigt hat, um uns mal „live“ zu sehen, können wir uns nicht bewegen und haben einen sch… Sound!

Nach unserem gemeinsamen Abendessen hieß es dann „Showtime“. Mit unseren Instrumenten bewaffnet, betraten wir die Bühne und rockten vor einem gut gefüllten Saal los. Jeder von uns gab trotz der widrigen Umstände sein Bestes und das wurde vom Publikum auch entsprechend honoriert. Nach ca. vier bis fünf Songs hatte dann auch der Tontechniker die richtigen Knöpfe gefunden, so dass der Sound akzeptabel war. Markus schaffte es auch wieder, dass der Funke zum Publikum übersprang und immer mehr Konzertbesucher sich in Richtung Bühne auf den Weg machten und dabei kräftig abrockten. Zum Schluss des nur 45-minütigen Konzerts forderten auch hier die Fans wieder „Zu-ga-be, Zu-ga-be, Zu-ga-be, …“. Auch „Bigi“, die für uns das Booking macht, war von uns und unserem Erfolg begeistert und erzählte uns freudestrahlend, dass wir sogar mehr CDs und T-Shirts verkauft haben, als VICTORY. Mission erfolgreich abgeschlossen und wir sind alle schon ganz heiß auf das nächste Konzert!
 
Michael 'Mike' Hennig
Michael 'Mike' Hennig